Sommerpause

#1 von Eishallenterrorist , 17.07.2012 17:46

Wir schreiben den 17. Juli 2012. Einige Mannschaften befinden sich bereits im Sommertraining und bereiten sich auf die kommende Spielzeit vor. Doch wie wird diese aussehen?

Deutsche Eishockey Liga
14 Mannschaften, Spielplan steht, alles läuft

ESBG / 2. Bundesliga
12 oder 13 Mannschaften? Alles offen

Oberliga West
12 Mannschaften, Spielplan steht, alles läuft

Oberliga Süd
11 Mannschaften, Spielplan folgt

Oberliga Nord
9 Mannschaften (voraussichtlich), alles offen

Oberliga Ost
9 Mannschaften (voraussichtlich), alles offen

Mein Fazit:
Lediglich die Vereine aus der DEL und die Oberliga West scheinen ihre Hausaufgaben gemacht zu haben. Natürlich ist unsere Oberliga sehr attraktiv, jedoch sollte man auch von den Bayern annehmen, dass deren Oberliga die Sollstärke von 12 Clubs erreicht. Pustekuchen! Dass die Nord- und Ostvereine kleinere Ligen bilden, scheint auf Grund fehlender Gegner und Population in diesen Gegenden logisch. Evtl. wäre eine Dreiteilung der Oberliga in Nord-Ost / Mitte-West / Süd sinnvoller.

Irgendwie erinnere ich mich knapp 20 Jahre zurück. Damals waren viele Vereine Tot und man hat die DEL mit den Proficlubs (ohne Auf- und Abstieg) mit den darunter liegenden Amateurligen ins Leben gerufen. Fortan sollte alles besser werden...

Knapp 18 Jahe später: Jede Liga kocht ihr eigenes Süppchen, Auf- und Abstiege sind Geldfragen und alle sind zerstritten (insbesondere DEL und ESBG).

Meine Frage: War es, als alles unter Dach des DEBs war, wirklich so schlecht? Immerhin hatte man über jahrzehnte (!) von der 1. Bundesliga bis runter zu den Oberligen einen verständlichen Modus mit Auf- und Abstieg. Natürlich kingen auchj damals einige Vereine über den Jordan, doch sehe ich da keinen Unterschied zu heute.

Und noch eine Frage: Muss sich ein Land, in dem Eishockey einen Randsport bildet, überhaupt zwei Profiligen leisten können? Es könnte doch eine DEL und darunter mehrere (Semi-)Amateurligen geben.

Was mein ihr?


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RE: Sommerpause

#2 von Puckmaster , 17.07.2012 18:45

Die Oberliga Süd sollte mit 12 Clubs starten. Ber Bayrische Eishockeyverband hat es aber abgelehnt einen dritten Verein aus der Bayernliga in die OL Süd zu lassen.

Ansonsten bin ich auch ein Befürworter einer dreigleisigen OL.


 
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RE: Sommerpause

#3 von Daniel. , 17.07.2012 18:58

Und über welche Ligen schimpft man gerne? Die DEL, weil sie geschlossen ist und die Oberliga West, weil die Führung angeblich nicht professionell ist und man sich ja nicht offen für Pointstreak ausspricht.

Der DEB bekommt ja bspw die DEB Pokalorganisation auch nicht auf die Reihe, warscheinlich wegen der offnen ESBG Problematik.

Da wird es ja morgen richtig interessant, ob der neue Investor von Landshut den "Staatsputsch" durchzieht oder man gegen Ende in die 2. Liga von Österreich abwandert.

Was ich nicht verstehe ist immer das gerede um "Die Abstände zwischen den Ligen sind einfach zu groß". Das ist doch ein selbstgemachtes Problem, wie es auch das Problem "Boah, in der Oberliga West gibt es eine 3-Klassengesellschaft". Warum investiert bspw Bad Nauheim in x 2. Ligaspieler, wenn am Ende an Mannschaften wie Fankfurt und Kassel (welche die weitaus höheren Ressourcen besitzen und diese schon für die kommende Saison investiert haben...) kein vorbeikommen ist und sie das Geld eher für Rücklagen oder für die Jugend nutzen können? Muss man das hochrüsten mitmachen?
Auch in den anderen Ligen rüstet man sich ja, in der 2. Bundesliga sogar ohne wirklichen Sinn, weiter hoch, die DEL ist ohne externe Investoren kaum noch zu halten...
Dann geht man halt mal 2 Schritte zurück, investiert lieber etwas mehr in den Nachwuchs und hat langfristig mehr davon.

Aber warscheinlich bin ich für dieses Thema viel zu naiv ;)


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RE: Sommerpause

#4 von Eishallenterrorist , 17.07.2012 20:14

Daniel, diese Fragen hat man sich schon voe 30 Jahren gestellt. Eishockey ist zum größten Teil kein Sport der Vernunft sondern von Sonnenkönigen, wie der Beck gerade einer ist. Vor ihm hat es schon dutzende andere gegeben... Sogar ein ehemaliger Präsident aus Iserlohn bzw. Unna hat sich großspurig mit dem DEB angelegt.

Dazu fällt mir ein Buchtitel ein: "Die Droge Eishockey: Der Geheimreport. Von den verzweifelten Versuchen, einen unfinanzierbaren Sport zu finanzieren" Ich finde, der passt ganz gut (die Inhalte übrigens auch).


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